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Malteser Bad Kreuznach

spannende und anstrengende Tage

22.02.2012
Ein Teil der kreuznacher Helfer in Mainz vor einem der Zelte der Unfallhilfsstelle

Malteser Hilfsdienst an 4 Tagen rund um das Faschingswochenende im Einsatz

Wenn an Schwerdonnerstag um 11.11 Uhr die ersten Narren in den Käfig auf dem Kornmarkt strömen, haben die Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdienstes aus Stadt und Kreis Bad Kreuznach bereits mehrere Stunden ehrenamtliche Arbeit hinter sich. Im Vorfeld der Straßenfastnacht haben Sie bereits Sanitätsmaterial gesichtet, aufgefüllt und alle Fahrzeuge sowie Notfallrucksäcke noch einmal überprüft, ob alles dabei ist. Vor allem Nierenschalen und Hygieneunterlagen für Tragen und Feldbetten werden aufgestockt, denn verletzte Personen, auf Grund von Glasschnitten oder ähnlichem, sowie Alkoholisierte werden erfahrungsgemäß auch dieses Jahr wieder einen Großteil der zu behandelnden Patienten ausmachen. Insgesamt mehr als 1300 Stunden ehrenamtliches Engagement haben die Helferinnen und Helfer der Malteser dieses Jahr von Schwerdonnerstag bis Rosenmontag geleistet. Zusätzlich dazu kommen noch zahlreiche Stunden zur Vor- und Nachbereitung.
 
Im Narrenkäfig war der Malteser Hilfsdienst im Bereich der Roßstrasse mit einem Rettungswagen, einem Krankenwagen und 19 Helfern aus Bad Kreuznach, Weinsheim und Bad Sobernheim vor Ort. Mehrere Feiernde mussten versorgt werden, darunter eine Person mit schweren Verletzungen.
Nach einem Tag Pause sorgten die Malteser mit 22 Helfern, Notarztwagen, Krankenwagen und in der Einsatzleitung zusammen mit dem DRK am Rande der Kreuznacher Narrenfahrt für die medizinische Versorgung der Besucher des Umzuges. Trotz der hohen Besucherzahl blieb es relativ ruhig und es mussten nur wenige Personen wegen übermäßigem Alkoholkonsum behandelt werden. Im Vergleich zum letzten Jahr, gab es dieses Jahr jedoch mehr Verletzte auf Grund von Körperverletzungen.
An Faschingssonntag betreuten die Helfer die Faschingsumzüge in Spabrücken und Schöneberg mit einem Rettungswagen, sowie einem Krankenwagen und insgesamt 12 Sanitätern, bevor es wie jedes Jahr zum größten Einsatz des langen Wochenendes an Rosenmontag nach Mainz ging.
Noch vor Sonnenaufgang traf man sich in der Bosenheimer Straße in Bad Kreuznach und fuhr zur Unterstützung der Malteser-Kollegen nach Mainz zum Rosenmontagsumzug. Neben dem Betreiben einer Unfallhilfsstelle waren die Kreuznacher Helfer auch für den Einsatz eines  Notarztwagens, eines Rettungswagens,  sowie eines Krankentransporters verantwortlich. Insgesamt 33 Helfer, sowie ein Arzt und zwei Notärzte beteiligten sich an der Nachbarschaftshilfe. „Rund 17 Stunden Einsatzzeit hinterlassen zwar ihre Spuren, aber es ist auch jedes Jahr wieder eine tolle Erfahrung, gerade auch für junge Helfer, an Rosenmontag die Malteser in Mainz zu unterstützen. Hier erlebt man jedes Jahr eine sehr große Bandbreite an Hilfeleistungen, angefangen vom Versorgen kleiner Schnittwunden über stark alkoholisierte Patienten bis hin zu offenen Frakturen oder ähnlich schweren Verletzungen.“, erzählt Normen Mietzker, Koordinator Sanitätsdienste beim Malteser Hilfsdienst in Bad Kreuznach, bevor er Nachts gegen 12 Uhr mit den anderen Maltesern aus Kreuznach die Rückfahrt antritt. Der Einsatz von zwei Notfallseelsorgern hat sich auch dieses Jahr rund um die Faschingstage, wie bereits in den vergangenen Jahren, wieder bezahlt gemacht. Neben der Betreuung von vermissten Kindern oder besorgten Angehörigen, kümmern sich die Spezialisten vor allem auch um Jugendliche, denen der Trubel und die vielen Menschen zu viel werden, und meist der Alkohol sein übriges tut. Gerade am Rosenmontag in Mainz werden die Seelsorger gebraucht. „Für einige junge Leute ist der erste Alkoholrausch und das Treiben rund um den Narrenturm zu viel. Sie werden dann oft tränenüberströmt zur Unfallhilfsstelle gebracht, und leider manchmal auch von Freunden einfach nur bei den Sanitätern abgeladen um selbst weiterfeiern zu können. In einer ruhigeren Ecke werden diese dann von den Seelsorgern des Malteser Hilfsdienstes betreut, bis sie abgeholt und nach Hause gebracht werden, oder bis sie wieder so fit sind, dass sie selbst dorthin gehen können. Solche Patienten benötigen oft viel Zeit und Ruhe, die beim hektischen Treiben in den großen Zelten der Unfallhilfsstelle nicht gegeben sind. Andere werden aggressiv gegen sich und andere. Nach Alkohol, auch in Verbindung mit Drogen, eskalieren zunächst kleine Neckigkeiten zu heftigem Streit. Verbale Attacken enden mit körperlicher Gewalt!“, berichtet Gerhard Welz, Notfallseelsorger und Stadt- und Kreisbeauftragter der Malteser Bad Kreuznach.

 

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