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Malteser Bad Kreuznach

Notunterkunft ist eingerichtet: Flüchtlinge kommen voraussichtlich am Samstag an

18.09.2015
Die Helfer besprechen die letzten Details in der Notunterkunft am Römerkastell und warten auf die Menschen, die in den Sporthallen unterkommen werden.
Insgesamt 120 Betten sind in zwei Hallen aufgebaut.
Die Menschen werden auf Feldbetten schlafen. Die Helfer haben auf jedes Bett ein Bettlaken, ein Kissen und eine Wolldecke gelegt.
Im Gymnastikraum ist ein Speisesaal entstanden.

Bad Kreuznach. Die Menschen, die in Bad Kreuznach in der Notunterkunft unterkommen sollen, kommen nicht am heutigen Freitag, sondern voraussichtlich am morgigen Samstag, 19. September, an. Diese Information haben die Malteser von der Flüchtlingskoordinierungsstelle der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland Pfalz (ADD) erhalten.

Die Notunterkunft in den Sporthallen am Römerkastell ist zwischenzeitlich fertig eingerichtet: Die 200 Feld- und Stockbetten sind mit Bettlaken, Kopfkissen und Wolldecken ausgestattet. In dem Gymnastikraum wurden Tische und Stühle aufgestellt, sodass dieser als Speisesaal dienen kann. Mehrsprachige Schilder mit Piktogrammen sollen den ankommenden Menschen die Orientierung in der Unterkunft erleichtern. Ein Team von ehrenamtlichen Maltesern und Dolmetschern steht in Rufbereitschaft, um die Flüchtlinge zu empfangen. 

Zum Hintergrund:
Die Asylsuchenden werden nach dem sogenannten „Königsteiner Schlüssel“ den Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder zugewiesen.  4,83472 % werden Rheinland-Pfalz zugewiesen. Da die rheinland-pfälzischen Erstaufnahmeeinrichtungen in Trier und Ingelheim belegt sind, werden sogenannte Außenstellen – Notunterkünfte – eingerichtet, wie jetzt in den Sporthallen in Bad Kreuznach.

Jeden Tag kommen viele hundert Menschen über die Grenzen nach Deutschland – in Zügen, Bussen, Privatfahrzeugen oder auch zu Fuß. Deshalb müssen die zuständigen Behörden – in Rheinland-Pfalz die ADD - immer kurzfristig koordinieren, in welchen Unterkünften Plätze frei sind. Hierfür werden die verschiedenen Notunterkünfte parallel angefragt, sodass die definitive Zusage, ob und wann die Menschen eintreffen, erst sehr kurzfristig kommt; teilweise erfahren die Unterkünfte erst, dass neue Flüchtlinge kommen, wenn der Bus losgefahren ist.

Um den Menschen schnell ein Dach über den Kopf, ein Bett und Verpflegung anbieten zu können, werden sie nicht registriert, bevor sie in die Notunterkünfte gebracht werden. Aus diesem Grund wissen die Organisationen, die die Notunterkünfte betreuen – wie die Malteser in Bad Kreuznach -, nicht im Vorfeld, woher die Flüchtlinge kommen, ob es Frauen, Kinder oder Männer sind. Das zeigt sich erst bei der Ankunft in der Notunterkunft.

Alle Informationen zu der Flüchtlingshilfe der Malteser Bad Kreuznach finden Sie hier.

 

 

Weitere Informationen

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