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Malteser Bad Kreuznach

Sanitätsdienst in Medjugorje

28.04.2015
Gruppenfoto Medjugorje
Anna Hackemann (3.v.l.) mit den Helfern der Malteser in der Ambulanz "Donum Dei"

Seit 1998 betreiben die Malteser in Medjugorje in Bosnien und Herzegowina eine Ambulanz mit dem Namen „Donum Dei“. Medjugorje ist ein von vielen Christen besuchter Pilgerort, an dem 1981 die Mutter Gottes einer Gruppe Jugendlicher erschienen sein soll. Malteserhelfer aus zahlreichen Ländern unterstützen jedes Jahr aus Neue die einheimischen Ärzte und Pfleger in der Ambulanz und sorgen für die medizinische Versorgung von Pilgern rund um die Stadt.

Über die Osterfeiertage war auch Anna Hackemann, Rettungsassistentin der Malteser Bad Kreuznach zwei Wochen vor Ort um in der Ambulanz und im Sanitätsdienst mitzuarbeiten. „Eine besondere Aufgabe ist die Rettung und Bergung von Patienten auf einem der Berge, die Medjugorje umgeben. Diese stellen eine besondere Anlaufstelle für Pilger dar. Da diese Berge rein aus großen Felsbrocken und Geröll bestehen ist die Anfahrt mit einem Rettungswagen unmöglich und es erfordert gute Kondition um mit Notfallrucksack und Sauerstoffflasche den rund 30 Minuten langen Anstieg zur Spitze des Berges zu meistern“, berichtet Anna Hackemann nach ihrer Rückkehr. Nach der Versorgung des Patienten steht die nächste Aufgabe - der Patiententransport - bevor, welcher sich bei Patienten, die nicht mehr gehfähig sind oft schwierig gestaltet. Um solche Hürden erfolgreich zu meistern steht in Medjugorje die Gemeinschaft „Cenacolo“ bereit. Diese Gemeinschaft bietet Männern in Krisensituationen eine Anlaufstelle und die Möglichkeit für einen Neubeginn. „Mit einem an Stangen festgeschweißten Bistrostuhl und einer Menge Muskelkraft und Erfahrung auf unebenem Gelände sind sie in der Lage den Patienten so schnell den Berg runter zu tragen wie wir ihn alleine herunterlaufen“, zeigte sich Anna Hackemann erstaunt.

Beeindruckend war auch die Hilfsbereitschaft der Pilger, so Hackemann: „Die Hilfsbereitschaft der anderen Pilger war enorm: unsere Einsatzrucksäcke waren schneller auf deren Rücken verteilt als man Danke sagen konnte und auch die Dankbarkeit der Patientin hat das übertroffen, was ich bisher im Rettungsdienst erlebt habe: In Deutschland wird unser Einsatz sehr oft als selbstverständlich hingenommen, der Rettungsdienst als "Dienstleister" und Patienten als "Kunden'" verstanden.“

Gerne möchte Anna Hackemann, ihren Einsatz in Medjugorje im nächsten Jahr wiederholen: „… gerne zum Jugendfest, wenn richtig viel los ist! Auf jeden Fall habe ich den neuen Freunden in Bosnien versprochen, dass ich wiederkomme.“

Mehr zum Sanitätsdienst der Malteser in Medjugorje.

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