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Malteser Bad Kreuznach

05.12.2013: Tag des Ehrenamts

05.12.2013
Üben für den Ernstfall: Ehrenamtliche Katastrophenschutz-Helfer beim Bundeswettbewerb 2013 in Aachen. Foto: Lux

Köln. Auf den Zusammenhang zwischen dem persönlichen freiwilligen Engagement und geeigneten Bedingungen weisen die Malteser aus Anlass des Tags des Ehrenamtes am 5. Dezember hin. „Frauen und Männer, die wir für das Ehrenamt gewinnen wollen, erwarten von einer Hilfsorganisation zurecht, dass zum Beispiel in ihre Aus-, Fort- und Weiterbildung investiert und ihnen eine entsprechende Ausstattung zur Verfügung gestellt wird“, sagt der Geschäftsführende Vorstand des Malteser Hilfsdienstes, Karl Prinz zu Löwenstein. Die Folge: „Ein Ehrenamt gibt es nicht kostenlos und muss auch mit Spenden finanziert werden“, so Löwenstein.

Die Ausstattung eines ehrenamtlichen Katastrophenschutzhelfers, wie er beim Hochwasser im Sommer mit entsprechender Einsatzkleidung im Einsatz war, kostet rund 480 Euro. Zusätzlich wird er je nach Verwendungszweck ausgebildet, zum Beispiel als Sanitäter. Eine Sanitätsausbildung mit 80 Unterrichtsstunden kostet 450 Euro. Hospizbegleiterinnen, die schwer kranke Menschen über Wochen und Monate begleiten, benötigen keine spezielle Kleidung, dafür aber eine Schulung, um in der schwierigen seelischen Situation mit Kranken und Angehörigen das Richtige zu tun. Eine grundlegende Vorbereitungszeit mit Schulung, Praktikum, Supervision in 100 Stunden kostet mindestens 600 Euro.

Unabdingbar gehört die gesellschaftliche Wertschätzung für das, was Ehrenamtliche leisten, zu den Bedingungen für die freiwillige Tätigkeit. „Mit ihrer Spende geben Spender nicht nur Geld für Kranke, Kinder und Bedürftige, sondern stärken damit auch die Ehrenamtlichen, die die Hilfe leisten“, so Löwenstein. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für Ehrenamtliche zähle zudem, dass sie Gemeinschaft erleben, eine sinnstiftende Aufgabe übernehmen, in der sie helfen oder gestalten können, sowie zuverlässige Partner.

Die Zahl der Ehrenamtlichen bei den Maltesern ist in den vergangenen fünf Jahren bundesweit durchschnittlich um fünf Prozent gewachsen und liegt bei 48.700.

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Dr. Claudia Kaminski, Malteser Pressesprecherin,
Telefon 0221/9822-125,
presse(at)malteser(dot)org; www.malteser.de

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